Gospelabend 24.10.2026 17:00 Uhr Christuskirche Gieselwerder Der Gospelchor aus dem Landkreis Hameln-Pyrmont gastiert in der ev. Christuskirche Gieselwerder. Unter dem Motto "Wanna be happy" möchten sie den Besuchern eine kleine Auszeit vom Alltag gönnen. Freuen Sie sich auf mitreißende Gospelmusik und einen Chor mit Herz, der in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen feiert! "Songs wie 'Do it in love' oder 'Bridge over troubled water' erzählen davon, dass man manchmal neue Wege gehen muss, Herausforderungen annehmen darf und dem eigenen Herzen folgen sollte", so Chorleiter Kai Schramm." Lassen Sie sich von den Gospelklängen anstecken und erleben Sie einen Abend voller Musik, Lebensfreude und Gemeinschaft. Wir freuen uns auf Sie! Der Eintritt ist frei! Eintritt frei
Der gute Gedanke
Wochenspruch
19. S.n. Trinitatis Heile du mich, HERR, so werde ich heil; hilf du mir, so ist mir geholfen. | Jer 17,14 Andacht lesen
Erntedankfest Dies Gebot haben wir von ihm, dass, wer Gott liebt, dass der auch seinen Bruder liebe. | 1. Joh 4,21 Andacht lesen
Zünden Sie eine Kerze an und läuten Sie die Glocken zum Gebet:
Über unsere E-Mail-Formulare können Sie auch anonym an den Pfarrer/die Pfarrerin Ihrer Wahl Gebete schicken, die wir gerne für Sie in die Kirche tragen.
1955 wurden bei Sanierungsarbeiten im Chorraum mittelalterliche Fresken entdeckt. Sie waren im frühen 17. Jh. mit Kalkfarbe übertüncht worden. Der damals regierende Landgraf Moritz - mit dem Beinamen "der Gelehrte"- war ein Anhänger der "Calvinisten", jenes Zweiges protestantischen Christentums, der sich auf den Reformator Johannes Calvin berief.
Fresko der Hl. Margarete
Dieser verstand das Bilderverbot des Alten Testaments sehr wörtlich und untersagte deshalb alle bildlichen und figürlichen Darstellungen in Kirchen. Der Landgraf löste in "Hessen Kassel" einen "Bildersturm" aus. Die Fresken sind heute wieder teilweise sichtbar.
Die kunstgeschichtliche Einordnung der Fresken reicht von "romanisch bis spätgotisch". Die größten der heute sichtbaren Partien der Wandmalereien im Chorraum dürften in der Spätgotik (15. Jh.) entstanden sein. Sie zeigen an der Ostwand links den Erzengel Michael mit Schwert, rechts evt. die hlg. Margarete oder eine biblische Frauengestalt. An der Nord- und Südwand befinden sich noch ältere romanische Malereien.
Kreuzabnahme
Bei genauerem Hinsehen lässt sich an der Nordwand die "Kreuzabnahme" erkennen. Dicht am nordöstlichen Grat gibt es einen Esel zu entdecken. Vielleicht handelt es sich um den Rest der Darstellung vom Einzug Jesu in Jerusalem, mit größerer Wahrscheinlichkeit aber um St. Martin von Tour, dessen bildliche Darstellung in vielen Kirchen der Region zu finden ist.
Apostel
Rechts und links der alten Fensterlaibung sind sechs der Apostel zu erkennen, das "Gegenstück" der anderen sechs an der Südwand ist durch das große Fenster, das - wie alle anderen Fenster auch - um 1850 in die Wand gebrochen wurde, nur noch unvollständig erhalten. Oberhalb der "Pfarrerbank" ist fragmentarisch die Darstellung der Geburt Jesu (?) im Stall von Bethlehem zu erkennen.
Ungedeutete Freske
Manche Darstellungen bleiben rätselhaft. Links neben dem alten Sakramentshäuschen sind Figuren gemalt, die bisher niemand überzeugend gedeutet hat. Wer sich also auf Ikonographie versteht, komme gern zu uns und versuche eine eigene Interpretation.
Bemerkenswert sind die mit schönen romanischen Ornamenten versehenen "Kämpferkapitelle" des Triumphbogens. Leider haben sie vermutlich beim Neubau des Kirchenschiffes Schaden genommen. An der Nordwand erhalten ist das Tabernakel.
Kapitell
1589 wurde das Kirchenschiff neu gebaut oder verbreitert. In den Jahren danach hat ein "durchreisender Maler" oder ein Talent des Dorfes, so steht zu vermuten, jene Renaissance - Malereien aufgetragen, die ebenfalls erst 1955 wiederentdeckt wurden.
Paradies
Freigelegt wurden damals die Kreuzigungsszene und die Auferstehung rechts und links des Triumphbogens. Die Paradiesszene mit dem etwas eigenwillig geratenen ersten Liebespaar erregte öffentliches Ärgernis.
Auferstehung
Der damalige Pfarrer - und der Dorfüberlieferung nach vor allem dessen Ehefrau - meinten, etwas derart Unzüchtiges könne der Gemeinde nicht zugemutet werden. So wurden die drei Renaissance-Bilder wieder übertüncht. Sie sind erst in den achtziger Jahren bei einer Sanierung des Kirchenschiffes wieder freigelegt worden.