Tageslosung

Sonntag, 25.08.2019
Was vom Hause Juda errettet und übrig geblieben ist, wird von neuem nach unten Wurzeln schlagen und oben Frucht tragen.
2. Könige 19,30
© Evangelische Brüder-Unität
Herrnhuter Brüdergemeine

Gottesdienste

Sonntag 25.08.2019
18:00 Arenborn
  - - -   Gewissenruh
10:45 Gieselwerder
  - - -   Gottstreu
19:00 Heisebeck
10:00 Lippoldsberg
09:30 Oedelsheim
14:00 Vernawahlshausen

Freitag 30.08.2019
18:00 Lippoldsberg
(Abendgebet)

Samstag 31.08.2019
10:00 Klinik Lippoldsberg
11:00 AHZ Lippoldsberg

Aktuelles

Brücke zum Nachbarn
(Gemeindeblatt PDF)

Sommer 2019 | Archiv


Der gute Gedanke
im Sommer

Fährmann, hol über!


Orgel-Wandel-Konzert mit Kantor Martin Seimer
Samstag 31.08.2019 19.00 Uhr Klosterhof und Klosterkirche Lippoldsberg


Wenn die Orgel laufen lernt...Von Toccata bis Fuge werden der Kirchenmusiker und seine Zuhörer in Bewegung gebracht. Vom Portativ aus der Frühzeit der Orgelmusik über Kammermusik auf dem kleinen Orgelpositiv bis hin zur symphonischen Orgel war es ein weiter Weg in der Kirchenmusik. Das Wandelkonzert geht diesen Spuren nach, angefangen draußen im Klosterhof bis zur Orgelempore mit Werken von Anonymus, Dufay, Sweelinck, Bach bis C.Frank und Distler.
Eintritt: 13 € / erm. 10 €, VVK: Klosterpforte Lippoldsberg


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Seine Bäume gehören zu uns wie die Glocken in unsere Kirchen

Jahreslosung 2019

Suche Frieden und jage ihm nach!

( Psalm 34,15 )

Lippoldsberg - Klosterkirche St. Georg und Maria


Baugeschichtliche Bedeutung der Klosterkirche St. Georg und Maria

Klosterkirche Lippoldsberg - Westwerk mit Turm

Die ehemalige Klosterkirche Lippoldsberg ist ein herausragendes Beispiel für eine fast unverändert erhaltene romanische Klosterkirche aus der Mitte des 12. Jahrhunderts.

Von Benediktinerinnen bewohnt, gehörten auch Klostergebäude im Norden der Kirche zu dem Besitztum, die jedoch im 19. Jahrhundert abgerissen wurden.

Einzige auffällige Änderung an dem wie aus einem Guss wirkenden Bau ist die vermutlich im Dreißigjährigen Krieg zerstörte Doppelturmfassade, von der zumindest der Südturm im Jahre 1722 mit einer Barockhaube wieder hergestellt wurde.

Die Kirche ist eine einheitlich entstandene dreischiffige Basilika im quadratisch gebundenen System mit Querhaus. Der gedrungene, weitgehend ungegliederte Bau besteht aus graubraunem, ursprünglich sicherlich verputztem Sollingsandstein und ist in abwechselnd breiten, horizontalen Steinlagen aufgemauert.

Das Langhaus umfasst drei Joche mit jeweils einer Doppelarkade und einem westlichen Schmaljoch, der Chor ist wiederum basilikal aufgebaut, wobei der Haupt- und die zwei Nebenchöre mit halbrunden Apsiden geschlossen sind.

Klosterkirche Lippoldsberg - Säulenhalle

Im Westen des Baus erstreckt sich eine Säulenhalle, über der die Nonnenempore liegt, die ursprünglich vom Kreuzgang aus zu erreichen war. Mit Ausnahme des gotischen Spitzbogenfensters in der Westfassade sind die Fenster rundbogig geschlossen - im Sinne des gebundenen Systems kann ein Obergadenfenster zwei Seitenschifffenstern zugeordnet werden.

Im Jahre 1139 wird der Augustiner-Chorherr Günther von Halberstadt aus dem Kloster Hamersleben Propst von Lippoldsberg. Bei seinem Papstbesuch in Rom wird seine Wahl vom Kirchenoberhaupt bestätigt.

Unter tatkräftiger Unterstützung des Mainzer Erzbischofs Adalbert machte sich Günther nun an den Neubau von Kloster und Kirche. 1151 verzeichnen die Quellen die Vollendung der Kirche, obwohl die Weihe noch nicht vollzogen war.

Das Kloster entwickelte sich in der Folgezeit zu großer Blüte, was sich auch im Reichtum seiner Bibliothek manifestierte: So wurde das Hardehäuser Evangeliar, ein kostbares Werk romanischer Buchmalerei, vom Kloster Helmarshausen für Lippoldsberg gefertigt.

Klosterkirche Lippoldsberg

Aber nicht nur die Geschichte des Klosters, sondern auch Konzeption und Bauweise der Klosterkirche selbst sind von großer architekturgeschichtlicher Relevanz und zeigen eine gelungene Symbiose aus ganz verschiedenen baulichen und religiösen Einflüssen. So ist Lippoldsberg die erste Kirche in Nord- und Mitteldeutschland, die vollständig eingewölbt ist.

Der Bauschmuck ist allgemein zurückhaltend und doch motivisch vielseitig: Dazu gehören die Kämpfer, die Kapitellornamentik, die attischen Basen und die besonderen viertelkreisförmigen Konsolen, auf denen die Gewölbe ruhen. Besonders die Pfeilergliederung mit Ecksäulen ist in zahlreichen Kirchen des Weserraums bis nach Sachsen hinein nachgeahmt worden.

Klosterkirche Lippoldsberg - Altes Portal

Am äußeren Sockelbereich umläuft das sogenannte "Gandersheimer Profil" den Bau und in die Westfassade des Turms ist ein prachtvolles Portal eingelassen, dessen Tympanon in zwei Viertelkreisfelder geteilt ist - eine der künstlerischen Eigenarten im Bauschmuck Niedersachsens zwischen 1150 und 1250. Nicht zuletzt aufgrund dieser einzigartigen Bauornamentik spricht man von der "Lippoldsberger Bauschule".

Die Anregungen, die in die Lippoldsberger Kirche eingeflossen sind, sind ebenso vielfältig wie die Einflüsse, die von ihr aus über die Landesgrenzen hinweg ausstrahlten. Die herausragende historische Bedeutung der romanischen Klosterkirche, ihre künstlerische Stellung in der Architekturgeschichte und ihre große überregionale Wirkung sowie die Einheitlichkeit des Erhaltungszustandes sind für die besondere nationale kulturelle Bedeutung bestimmend.

Auszug aus dem Baugutachten

Wiesbaden, den 3.12.2002
Prof. Dr. Weiß (Präsident des Landesamts für Denkmalpflege)

Ausführliche Informationen über die Klosterkirche finden Sie unter klosterkirche.de

- Geschichte der Klosterkirche Lippoldsberg
- Kunsthistorische Einordnung
- Bilderbogen des Berliner Fotografen Ralph Hinterkeuser
- Interaktiver Hörführer
- Lippoldsberger Evangeliar


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