Lesung und Musik: Cato Bontjes van Beek "Leben will ich, leben, leben" 27.1.2026 19:30 Uhr im Haus der Demokratie Gieselwerder Die junge Frau, die gegen die Nazis kämpfte und ihr Leben ließ...Cato Bontjes van Beek stammte aus dem Künstlerort Fischerhude. Sie war weltoffen, vielseitig interessiert und sah sich selbst eigentlich nicht als politischen Menschen. Aber als Mensch wandte sich deswegen gegen die Unmenschlichkeit des nationalsozialistischen Regimes. In Berlin schloss sie sich einer Widerstandsgruppe an, die die Gestapo als "Rote Kapelle" bezeichnete. Mit anderen der Gruppe wurde die 22-Jährige 1943 im Strafgefängnis Plötzensee hingerichtet. Die Texte dieser relativ unbekannten Widerstandskämpferin zeugen von einem festen Glauben an das Leben. Texte der Widerstandskämpferin Cato Bontjes van Beek mit Video-Ausschnitten des Konzertfilms "Cato" des Vokalensembles Sjaella am internationalen Holocaust-Gedenktag um 19.30 Uhr im Haus der Demokratie.
Irish Folk zum St. Brigid's Day Samstag 31.1.2026 19.30 Uhr Refektorium an der Klosterkirche Lippoldsberg Spirited Ireland und Luas LUAS bringen den modernen keltischen Sound der jungen Iren und Schotten nach Deutschland! Mit einem Fuß fest in der irischen und schottischen Tradition verwurzelt, erweitern LUAS den Sound mühelos um Pop, World, Rock und Jazz-Einflüsse. Ihre Musik umfasst eingängige Melodien, neukomponierte Tunes mit tanzbarem Groove, während traditionelle Songs geschmackvoll mit mehrstimmigem Gesang und modernen Sounds zu neuem Leben erweckt werden. Ihr vielfältiges Repertoire reicht von sehnsüchtigen "Slow Airs" über klassische Balladen zum Mitsingen, hin zu mitreißenden, energiegeladenen Reels. Die lokale Band Spirited Ireland wird einige Stücke aus ihrem neuen Programm voranstellen. Eintritt: 18 € / erm. 15 € (Vorbestellung empfohlen info@klosterkirche.de oder 0175 9070063)
Der gute Gedanke
Wochenspruch
1. S. n. Epiphanias Welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder. | Röm 8,14 Andacht lesen
Jahreslosung 2026 Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu | Offenbarung 21,5 Andacht lesen
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So klein die Kirche in Gewissenruh ist, liegt in ihr doch die Identität des kleinen Ortes begründet.
Die Kirche und das Dorf
Einweihungs-Inschrift
über dem Portal
Das Dorf Gewissenruh ist eine Waldensergründung aus dem 18. Jahrhundert. Es waren Religionsflüchtlinge, die - zusammen mit den Hugenotten vertrieben - vom Hessischen Landgraf Carl 1722 hier angesiedelt wurden.
Die sprechenden Ortsnamen Gewissenruh und Gottstreu (Gott ist treu) zeugen noch davon, dass die Glaubensvertriebenen sich damals als von Gott in ein freies Land geführt erlebt haben.
Die Tradition der Waldenser reicht sehr weit zurück bis ins Mittelalter. Im 12. Jahrhundert - zu der Zeit als in Lippoldsberg die mächtige Klosterkirche gebaut wurde - begann im südfranzösischen Lyon der Kaufmann Waldes, seinen Besitz an die Armen zu verteilen und als Wanderprediger umherzuziehen.
Er war nicht der einzige, der sich damals aufmachte, um dem Vorbild Jesu in radikaler Weise nachzufolgen. Auch der aus Norditalien stammende Franz von Assisi gehörte zu den Gestalten, die auf beeindruckende Weise versuchten, christliche Ideale im eigenen Leben umzusetzen.
Waldensergründer
Petrus Waldes
Aber während es den Franziskanern gelang, die Verbindung mit der Kirche zu halten, wurden die Waldenser zusammen mit anderen Armutsbewegungen verketzert. Ihr Versuch, ohne die Vermittlung von Priestern ihre Orientierung direkt aus der Bibel zu beziehen, stellte das Machtgefüge der mittelalterlichen Kirche zu sehr in Frage. Der Reformator Waldes, dem bald der Apostelname Pierre (Petrus) beigegeben wurde, war seiner Zeit schlicht ein paar Jahrhunderte voraus.
Waldenserkirche
Gewissenruh
Etliche Waldenser überlebten die Inquisition in den unzugänglichen pietmontesischen Alpen, bis sie Jahrhunderte später im Zuge der Gegenreformation auch von dort vertrieben wurden. Einige verstreute Familien fanden schließlich hier an der Oberweser eine neue Heimat.
Einblicke in die Geschichte der beiden "Franzosendörfer" Gewissenruh und Gottstreu bietet das Waldensermuseum, das im ehemaligen Schulhaus von Gottstreu untergebracht ist. Es dokumentiert die Odyssee der Ortsgründer auf ihrem Weg vom Val Cluson (Cottische Alpen) bis an die Oberweser.
Adresse des Waldensermuseums:
Waldenser Str. 1, 34399 Oberweser-Gottstreu
Öffnungszeiten:
Mai - September: Sonntags 15.00 Uhr bis 17.00 Uhr
oder nach Vereinbarung (Tel.: 05544 - 912159 und
05574 - 405)