Lesung und Musik 06.09.2026 18:00 Uhr Kirche der Bücher Gewissenruh Juli Zeh: Corpus delicti "Wenn alle sagen, das Schöne als schön erkennen, schon ist das Häßliche da.", schrieb der chinesischen Weise Laotze im 6. Jh.v.Chr. Im Deutschland der Jahres 2057, das Juli Zeh in ihrem Buch entwirft, scheint alles gut geregelt, sauber und gesund. Aber die schöne Ordnung hat ihren Preis: die persönliche Freiheit. Gesundheit ist zur höchsten Bürgerpflicht geworden. Und irgendwie scheint das auch gut und richtig. Nur ganz allmählich treten die kleinen Schönheitsfehler dieser schönen, neuen Welt zutage, hinter der sich die hässliche Fratze eines absoluten Überwachungsstaats verbirgt. Juli Zeh ist eine der meistbeachtesten Schriftstellerinnen Deutschlands, aber auch Juristin und Richterin am Verfassungsgericht des Landes Brandenburg und eine der Initiatorinnen der "Charta der Digitalen Grundrechte in der EU". Eintritt frei, Spende erbeten
Der gute Gedanke
Wochenspruch
13. S. n. Trinitatis Christus spricht: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan. | Mt 25,40b Andacht lesen
12. S. n. Trinitatis Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen. | Jes 42,3 Andacht lesen
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Zu den traurigen Tagen im November gehört auch die Erinnerung an die Reichspogromnacht, die 1938 deutschlandweit stattfand. Ein Ereignis, das wie kaum ein anderes offenbart, wie politisch geschürter Hass irgendwann in offene Gewalt umschlagen kann. In diesem Jahr nehmen wir das Gedenken an die leider auch wieder aktuelle Geschichte des Fremdenhasses auf mit einer Lesung, die am Sonntag, den 30. Oktober in der Winterkirche Lippoldsberg stattfindet.
Die Volksbühne Bad Emstal hat den Briefroman „Adressat unbekannt“ von Kathrine Kressmann Taylor als szenische Lesung für zwei Personen inszeniert und gastiert damit am 30. Oktober bei uns im Wesertal. Dirk Kraft und Lothar Neumann stellen den fiktiven Schriftwechsel zweier Freunde vor: zwischen dem amerikanischen Juden Max Eisenstein und dem Deutschen Martin Schulze. In der Entwicklung des Schriftverkehrs gibt die Autorin psychologische Einblicke in die schleichende Entwicklung, die unter dem Einfluss menschenverachtender Ideologie die beiden Freunde entfremdet, bis der Dialog schließlich abreißt.
Ein leises Stück über den Nationalsozialismus, aber gerade durch die leisen Töne wird nachvollziehbar, wie sich allmählich Schritt für Schritt eine dann unfassbare Eskalation der Gewalt vorbereitet. Die Lesung versteht sich als Beitrag zur Initiative „Wesertal ist bunt“.
Der Eintritt ist frei. Spenden zugunsten der Volksbühne Bad Emstal sind willkommen. Um der räumlichen Planbarkeit willen, bitten wir sie Ihre Teilnahme vorab beim Kirchenbüro anzumelden: Tel.: 0175–9070063