Lesung und Musik 09.08.2026 18:00 Uhr Kirche der Bücher Gewissenruh Florian Illies: Ortsgespräch Das frühe Buch des Bestsellerautors Florian Illies spiegelt Heimat. Es erzählt aus der Perspektive eines Gelegenheits-Heimkehrers, der seinem hessischen Herkunftsort längst entwachsen ist, aber auch nicht so ganz davon loskommt. Natürlich sind es die oft eigenwilligen Menschen, aber auch die unscheinbaren Alltäglichkeiten, die sich so tief eingebrannt haben, dass sie sich sofort wieder einstellen, sobald man das vertraute Ortsschild erblickt. Florian Illies ist ein "Beobachtungsvirtuose", dem esgelingt, "genau jene Bilder aus dem Alltag der Deutschen herauszupicken", die jedem eingängig sind. Die freundliche Weltoffenheit, mit der er sich der eigenenProvinz wieder annähert, macht das Buch so sympathisch. Und die dem Autor eigene Ironie bewahrt das "Ortsgespräch" vor romanisierender Heimatverklärung. Eintritt frei, Spende erbeten
Der gute Gedanke
Wochenspruch
6. S. n. Trinitatis So spricht der HERR, der dich geschaffen hat, Jakob, und dich gemacht hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein! | Jes 43,1 Andacht lesen
5. S. n. Trinitatis Aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es. | Eph 2, 8 Andacht lesen
Zünden Sie eine Kerze an und läuten Sie die Glocken zum Gebet:
Über unsere E-Mail-Formulare können Sie auch anonym an den Pfarrer/die Pfarrerin Ihrer Wahl Gebete schicken, die wir gerne für Sie in die Kirche tragen.
Zum kirchlichen Handeln gehört seit jeher auch die Sorge um einen würdigen Umgang mit den Toten und die Begleitung der Trauernden. Die christliche Auferstehungshoffnung erschließt dabei einen Horizont, der über den Tod hinausreicht.
Was tun, wenn jemand gestorben ist?
Mit dem Pfarrer kann gleich nach dem Eintritt des Todes eine Aussegnung vereinbart werden. Diese kleine Andacht findet im Sterbehaus oder in einem Aussegnungsraum der Klinik statt, meist vor der Überführung des Leichnams in die Friedhofshalle. Weil die Aussegnung nur im engsten Kreis der Angehörigen erfolgt, bietet sie mehr Raum für einen persönlichen Abschied als die spätere öffentliche Trauerfeier in der Friedhofshalle.
Die Trauerfeier sollte etwa drei Tage nach dem Eintritt des Todes stattfinden. Diese Regel lässt sich aber nicht immer einhalten. Die konkrete Festlegung eines Termins sollte in einvernehmlicher Absprache der Angehörigen mit dem Bestatter, dem zuständigen Pfarrer und dem Totengräber geschehen.
Der Friedhof in Gewissenruh
Friedhof Gewissenruh mit Blick auf das Waldenserdorf
Der kleine Friedhof von Gewissenruh ist mit seinem alten Baumbestand und der Lage am Waldrand sehr schön, wenn auch infolge des steilen Anstiegs nicht einfach zu begehen. Bei Beerdigungen macht sich jedoch die unmittelbar angrenzende Bundesstrasse bemerkbar. Zuweilen kann man wegen des Verkehrslärm sein eigenes Wort nicht verstehen, geschweige denn die Worte des Pfarrers. Auch bietet der kleine, zu enge Aufbahrungsraum bei Regen der Beerdigungsgesellschaft wenig Schutz.
Der Gewissenruher Kirchenvorstand hat deshalb im Jahre 2003 beschlosssen, eine veränderte Form der Bestattung einzuführen:
Die Gemeinde versammelt sich wie üblich an der Friedhofshalle
nach einer kurzen Eröffnung erfolgt der Gang zum Grab und die Beisetzung
das weitere Gedenken findet in Ruhe und im Trockenen in der Kirche statt.
Im Grunde folgt diese Form sehr alten Traditionen und entspricht zugleich auch der neuen Beerdigungsordnung der Kurhessischen Kirche.
Ablauf einer Bestattung in Gewissenruh
An der Trauerhalle
Glockengeläut
Eingangsworte
Psalm oder Gebet
Geleitwort:
Der Herr behüte deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit.
Gang zum Grab unter Glockengeläut
Am Grab
Votum
Einsenken des Sarges
Bestattungsformel
Auferstehungsworte
Vater Unser
(Nachrufe und) Geleitwort
Persönlicher Abschied unter Glockengeläut und Gang zur Kirche