Tageslosung

Samstag, 16.12.2017
Weh denen, die Unheil planen, weil sie die Macht haben!
Micha 2,1
© Evangelische Brüder-Unität
Herrnhuter Brüdergemeine

Gottesdienste

Samstag 16.12.2017
10:00 Klinik Lippoldsberg
11:00 AHZ Lippoldsberg
17:00 Oedelsheim

Sonntag 17.12.2017
10:45 Arenborn
  - - -  Gewissenruh
10:45 Gieselwerder
  - - -  Gottstreu
  - - -  Heisebeck
17:00 Lippoldsberg
  - - -  Oedelsheim
10:00 Vernawahlshausen

Montag 18.12.2017
(Zeit der leisen Töne)
18:00 Gottstreu

Dienstag 19.12.2017
(Zeit der leisen Töne)
18:00 Gottstreu

Mittwoch 20.12.2017
(Zeit der leisen Töne)
18:00 Gieselwerder
18:00 Gottstreu
19:00 Oedelsheim

Donnerstag 21.12.2017
(Zeit der leisen Töne)
18:00 Gieselwerder
19:00 Oedelsheim

Freitag 22.12.2017
18:00 Gieselwerder
(Zeit der leisen Töne)
18:00 Lippoldsberg
(Abendgebet)
19:00 Oedelsheim
(Zeit der leisen Töne)

Aktuelles

Brücke zum Nachbarn
(Gemeindeblatt PDF)

Herbst/Winter 2017 | Archiv


Der gute Gedanke
im Dezember

Ja, is' denn heut scho' Weihnachten?


Konzertgottesdienst
3. Advent Samstag 16.12.2017, 17 Uhr, Martinskirche Oedelsheim

mit dem MGV, dem Posaunenchor und Colours of Music


Adventskonzert
Sonntag 17.12.2017 17.00 Uhr Klosterkirche Lippoldsberg

Die Chöre der Klosterkirche beschließen mit dem Adventskonzert die diesjährige Konzertreihe in Lippoldsberg. Aufgeführt werden Magnificat-Vertonungen aus unterschiedlichen Zeiten und Ländern von Vaughan-Williams, Wood und Telemann sowie festliche und populäre Bläsermusik.
12 Euro/erm. 8 Euro
Vorverkauf und Tageskasse in der Klosterpforte


Weihnachtliche Musik
4. Advent Samstag 22.12.2017, 17.30 Uhr, Ev. Kirche Heisebeck

mit dem Gesangsverein Heisebeck, den Heisebecker Blasmusikanten, den "Little & Bigs" u.a.

Jahreslosung 2017

Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.

( Hesekiel 36,26 )

Vernawahlshausen (Kirchspiel Vernawahlshausen)


Kirche Vernawahlshausen

Portal und Kirchenschiff

Kirche Vernawahlshausen - Altar und Chorraum

Die kleine Kirche Vernawahlshausens ist das älteste erhaltene Gebäude im Dorf.

Durch ein niedriges Portal auf der Südseite des Kirchenschiffes betreten Sie den Sakralraum. Unter der sehr niedrigen und weit ins Kirchenschiff gezogenen Orgelempore gehen Sie hindurch und gelangen in das Kirchenschiff.

Der Blick wird sofort in den uralten quadratischen Altarraum gelenkt. Dieser wurde vermutlich um 1100 als romanischer Chor mit Kreuzkappengewölbe gebaut. Der Überlieferung nach gab es einen noch älteren Vorgängerbau, eine im 10. Jh. von Corveyer Mönchen errichtete romanische Kapelle. Sie war der "Heiligen Margarete" geweiht.


Patronat und Pfarrei

Bis zum Jahr 1293 waren die Herzöge von Braunschweig die Kirchenpatrone. Danach kam das Patronat über die Kapelle durch einen Gebietstausch Herzog Albrechts zum Kloster Lippoldsberg. Nach der Einführung der Reformation in Hessen und der Auflösung des Klosters Lippoldsberg gelangte das Patronat 1538 in den Besitz der Landgrafschaft Hessen.

Eine lange Liste der Pfarrer - und ganz zuletzt auch Pfarrerin - zeigt an, dass Vernawahlshausen seit der Reformationszeit stets Sitz der Pfarrei war. (Sie Finden diese Liste rechts neben der Eingangstür.)


Fresken

Kirche Vernawahlshausen - Fresko - Hl. Margarete
Fresko - Hl. Margarete

1955 wurden bei Sanierungsarbeiten im Chorraum mittelalterliche Fresken entdeckt. Sie waren im frühen 17. Jh. mit Kalkfarbe übertüncht worden. Der damals regierende Landgraf Moritz - mit dem Beinamen "der Gelehrte"- war ein Anhänger der "Calvinisten", jenes Zweiges protestantischen Christentums, der sich auf den Reformator Johannes Calvin berief. Dieser verstand das Bilderverbot des Alten Testaments sehr wörtlich und untersagte deshalb alle bildlichen und figürlichen Darstellungen in Kirchen. Der Landgraf löste in "Hessen Kassel" einen "Bildersturm" aus. Die Fresken sind heute wieder teilweise sichtbar.

Beschreibung der einzelnen Fresken »»

Galerie der Freskenbilder »»


Kanzel und Orgel

Die Kanzel stammt aus dem späten 16. Jahrhundert. Die tafelförmigen Felder sollen an die Gesetzestafeln erinnern, die Mose auf dem Berg Sinai von Gott bekommen hat (sog. "Tabula-Motiv").

Kirche Vernawahlshausen - Orgel

Die Orgel wurde 1764 durch die Orgelbauer Johann Tobias Hansen und dessen Sohn Johann Justus Hansen errichtet. Die Orgelwerkstatt Hansen ist bis Ende des 18. Jh. in Angerstein b. Nörten nachweisbar.

"Aus wahrer Dankbarkeit" über die "Verschonung" des Dorfes im 7jährigen Krieg (1756-1763) brachte die Kirchengemeinde 200 Reichstaler zusammen, um den Orgelbau zu finanzieren. Das 250jährige Orgeljubiläum feierte die Gemeinde im Juni 2014 mit einem Festgottesdienst.

Die Orgel erfuhr später Umbauten durch Stephan Heeren und dessen Schwiegersohn Johann Dietrich Kuhlmann (Gottsbüren), so dass nicht sicher ist, wieviel "Hansen-Klang" noch heute aus ihr zu vernehmen ist.

Weitere Hansen-Orgeln finden sich u.a. in Harste und Hardegsen. Dem Originalklang am nächsten kommt wahrscheinlich die Hansen-Orgel in Lindewerra, die vor einigen Jahren durch eine Heiligenstädter Orgelwerkstatt behutsam saniert wurde.

1990 wurde die Vernawahlshäuser Orgel durch die Orgelbauwerkstatt Bosch gründlich saniert. Auch nach der großen Sanierung der Kirche im Jahr 2003 wurden alle Pfeifen und die gesamte Mechanik gereinigt und der Klang einiger Register "neu gefärbt".

Heute präsentiert sich das kleine Instrument mit einem spätbarocken Klangbild.


Turm und Gemäuer - Renovierungsmaßnahmen

Kirche Vernawahlshausen - Freske - Hl. Margarete

Der barocke Turmaufsatz, der mit seinem Fachwerk das Ortsbild prägt, ist 1744 errichtet worden. 1997/98 wurde der Turm gründlich saniert, das Dach und die Westfassade sind mit "thüringer Schiefer" gedeckt.

In einem zweiten Bauabschnitt wurde im Jahr 2003 mit großem Aufwand das Kirchenschiff und die Außenseite des Chorraumes saniert. Im Kirchenschiff waren umfangreiche Arbeiten an der Deckenkonstruktion nötig.

Zahlreiche Balken mussten ausgewechselt werden. An den Außenwänden der Kirche ist ein Verputz aufgetragen, der in etwa dem historischen Bild um 1600 entsprechen dürfte.


Inschrift

Auf dem südlichen Hauptgesims des Kirchenschiffes ist eine durchlaufende Inschrift von 1589 eingearbeitet. Dieser Mahnspruch war für alle, die den damaligen Friedhof der Gemeinde besuchten, gut sichtbar:

"O Mensch, schau an uns Totenbein - wie wir da liegen groß und klein - kannst du sie auch erkennen recht - wer Herr gewesen oder Knecht - wer unter uns arm oder reich - du siehst, es ist hier alles gleich. - Wer du bist, sind wir gewesen - was wir sind, wirst du einst werden schier - was trotzest du denn und prangest so viel mit deinen Gaben ohne Maß und Ziel? Sei fromm, fürcht Gott und handle recht - ER ist der HERR, du bist der Knecht. Anno Domini 1589"


Offene Kirche

Die Kirche ist (selbstverständlich!) tagsüber geöffnet. Besichtigungen auf eigene Faust sind jederzeit möglich, ein kleiner Kirchenführer liegt aus. Über das Pfarramt oder das "Eco-Museum Reinhardswald" können Führungen gebucht werden.


Kirchenräume anderer Orte:
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Lippoldsberg | Oedelsheim | Vernawahlshausen


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