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Vernawahlshausen - Fresken - Wandmalereien

1955 wurden bei Sanierungsarbeiten im Chorraum mittelalterliche Fresken entdeckt. Sie waren im frühen 17. Jh. mit Kalkfarbe übertüncht worden. Der damals regierende Landgraf Moritz - mit dem Beinamen "der Gelehrte"- war ein Anhänger der "Calvinisten", jenes Zweiges protestantischen Christentums, der sich auf den Reformator Johannes Calvin berief. Dieser verstand das Bilderverbot des Alten Testaments sehr wörtlich und untersagte deshalb alle bildlichen und figürlichen Darstellungen in Kirchen. Der Landgraf löste in "Hessen Kassel" einen "Bildersturm" aus. Die Fresken sind heute wieder teilweise sichtbar.

   

Erzengel Michael -  spätgotisches Fresko - Kirche Vernawahlshausen
Fresko des Erzengels Michael

   

Die kunstgeschichtliche Einordnung der Fresken reicht von "romanisch bis spätgotisch". Die größten der heute sichtbaren Partien der Wandmalereien im Chorraum dürften in der Spätgotik (15. Jh.) entstanden sein. Sie zeigen an der Ostwand links den Erzengel Michael mit Schwert, rechts evt. die hlg. Margarete oder eine biblische Frauengestalt. An der Nord- und Südwand befinden sich noch ältere romanische Malereien.

   

Hl. Margarete - spätgotisches Fresko - Kirche Vernawahlshausen
Fresko der Hl. Margarete

   

Kreuzabnahme -  romanisches Fresko - Kirche Vernawahlshausen

  
   

Kreuzabnahme

Bei genauerem Hinsehen lässt sich an der Nordwand die "Kreuzabnahme" erkennen. Dicht am nordöstlichen Grat gibt es einen Esel zu entdecken. Vielleicht handelt es sich um den Rest der Darstellung vom Einzug Jesu in Jerusalem, mit größerer Wahrscheinlichkeit aber um St. Martin von Tour, dessen bildliche Darstellung in vielen Kirchen der Region zu finden ist.

Apostel -  romanisches Fresko - Kirche Vernawahlshausen

   

Apostel

   

Rechts und links der alten Fensterlaibung sind sechs der Apostel zu erkennen, das "Gegenstück" der anderen sechs an der Südwand ist durch das große Fenster, das - wie alle anderen Fenster auch - um 1850 in die Wand gebrochen wurde, nur noch unvollständig erhalten. Oberhalb der "Pfarrerbank" ist fragmentarisch die Darstellung der Geburt Jesu (?) im Stall von Bethlehem zu erkennen.

   

Ungedeutete  romanisches Fresko - Kirche Vernawahlshausen

  
   

Ungedeutete Freske

Manche Darstellungen bleiben rätselhaft. Links neben dem alten Sakramentshäuschen sind Figuren gemalt, die bisher niemand überzeugend gedeutet hat. Wer sich also auf Ikonographie versteht, komme gern zu uns und versuche eine eigene Interpretation.

Romanisches Kapitell - Kirche Vernawahlshausen

   

Kapitell

   

Bemerkenswert sind die mit schönen romanischen Ornamenten versehenen "Kämpferkapitelle" des Triumphbogens. Leider haben sie vermutlich beim Neubau des Kirchenschiffes Schaden genommen. An der Nordwand erhalten ist das Tabernakel.

1589 wurde das Kirchenschiff neu gebaut oder verbreitert. In den Jahren danach hat ein "durchreisender Maler" oder ein Talent des Dorfes, so steht zu vermuten, jene Renaissance - Malereien aufgetragen, die ebenfalls erst 1955 wiederentdeckt wurden.

 Paradies - Renaissance - Malerei - Kirche Vernawahlshausen
Paradies

   

Freigelegt wurden damals die Kreuzigungsszene und die Auferstehung rechts und links des Triumphbogens. Die Paradiesszene mit dem etwas eigenwillig geratenen ersten Liebespaar erregte öffentliches Ärgernis.

   

Auferstehung - Renaissance - Malerei - Kirche Vernawahlshausen
Auferstehung

   

Der damalige Pfarrer - und der Dorfüberlieferung nach vor allem dessen Ehefrau - meinten, etwas derart Unzüchtiges könne der Gemeinde nicht zugemutet werden. So wurden die drei Renaissance-Bilder wieder übertüncht. Sie sind erst in den achtziger Jahren bei einer Sanierung des Kirchenschiffes wieder freigelegt worden.

Siehe auch "Aktuell - Sanierung der Fresken" »»

Galerie mit vergrößerten Freskenbildern »»

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