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Abholen aus dem Kinderparadies
Nachdenklich geh ich den ausgeschilderten Weg entlang. Die Richtung war mir klar vorgegeben. Pfeile weisen nach rechts oder links. Meine Füße folgen ihnen automatisch.
Ich schlendere vorbei an der Traumküche, mit diesen blinkenden Töpfen aus Edelstahl. Eine Packung Kleiderbügel, der 100 Stück Beutel Teelichte oder waren es 100 Teelicht Stück Beutel, egal, eine Garnitur Bettwäsche, und dieses unglaublich praktische Küchenutensil wandern in die riesig praktische gelbe Tasche, die über meiner Schulter hängt.
Die Pfeile führen mich vorbei an dem süßen Kinderzimmer und das gemütliche Wohnzimmer lädt mich zu einem Moment verweilen ein. Ich nehme die Einladung an. Schon fällt mein Blick auf das Schlafzimmer mit diesem unglaublich praktischen und begehbaren Schrank. Ich sehe schon meine Hemden und Hosen darin hängen, da reißt mich die Lautsprecherstimme aus den Träumen:
"Sören möchte vom Kinderparadies abgeholt werden. Der kleine Sören möchte bitte vom Kinderparadies abgeholt werden."
Wer will eigentlich schon aus dem Paradies wieder abgeholt werden?
Irgendetwas stimmt mit dem Paradies bei IKEA nicht.
Text: Lars Hillebold, Oedelsheim

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