Wallfahrtskirche Gottsbüren

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Gottsbüren - Kirchenraum

Außenansicht der Wallfahrtskirche Gottsbüren
Außenansicht der Wallfahrtskirche Gottsbüren

Baugeschichte der Wallfahrtskirche

Das von der evangelischen Kirchengemeinde Gottsbüren seit ihrer Gründung benutzte Gotteshaus wurde in den dreißiger Jahren des 14. Jahrhunderts errichtet. Schon die auffälligen Ausmaße des Gebäudes weisen darauf hin, dass man damals keine dörfliche Pfarrkirche erstellen wollte, sondern dem Raumbedarf für eine weit größere Gemeinde gerecht werden wollte.

   

Christusfigur mit Malen - Wallfahrtskirche Gottsbüren

  
   

Christusfigur mit Malen

Zum Bau dieser größeren Kirche entschloss man sich im Jahre 1331, um für die ein Jahr zuvor einsetzenden Wallfahrten den Ort würdiger herzurichten, an dem die dort aufgefundene Heilig-Blut-Hostie gläubig verehrt wurde. Am 10.6.1331 bestätigt der Verweser des Mainzer Erzbischofsstuhls, der Erzbischof Balduin von Trier, in Lahneck die kirchenrechtliche Genehmigung zu diesen Wallfahrten.

Schon im ersten Jahr eilten so viele Gläubige an die weithin bekannte Wunderstätte, dass sich die Verantwortlichen gezwungen sahen, die wirtschaftlichen Fragen und kirchlichen wie landesherrlichen Verpflichtungen vertraglich zu regeln.

   

Die Einkünfte durch Opfergaben wie durch den Verkauf der Wallfahrtsbestätigungen waren gleich anfangs so beträchtlich, dass vereinbart werden konnte, den Erlös zu dritteln. Das Kloster Lippoldsberg, auf dessen Grundbesitz sich das Geschehen vollzogen hatte, erhielt für die Aufgabe der kirchendienstlichen Betreuung ein Drittel zugewiesen. Ein Drittel nahm der Erzbischof für sich in Anspruch, um für die erhöhte Sicherheit im nahen Bereich des Wallfahrtsortes bestehende feste Haus an seinem Botenweg ins Eichsfeld zur Zappenburg (Sababurg) aus. Das verbleibende letzte Drittel sollte zum Neubau einer Kapelle verwendet werden über dem corpus Christi mit sanguineis guttis (über dem Leib Christi mit dem Blutstropfen).

In dem heutigen Bauwerk sind uns wesentliche Teile dieser Kapelle unverändert geblieben.

[ Baugeschichte | Bauwerk | Ausstattung ]

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